über uns

Neuer Vorstand 

Mit 01.01.2016 begann die 2. Legislaturperiode des Vorstandes Werner Plunger (Vorsitzender), Barbara Psenner (Stellvertreterin) und Bernhard Platzer (Mitglied). Am 13.06.2016 legte Plunger aufgrund einer schweren Erkrankung sein Amt nieder. Barbara Psenner hat den Vorsitz des Vereins übernommen, Franz Pegger wurde gemäß den Vereinsstatuten in den Vorstand kooptiert. Der Aufsichtsrat genehmigte einstimmig statutengemäß diese Kooptierung durch den Vorstand. Damit ist der Vorstand wieder vollzählig und handlungsfähig.

 

Zeitschrift des Vereins jetzt online

Ab sofort sind sämtliche Ausgaben der „Zeitschrift des Ferdinandeums“ von 1825 bis 2004 online abrufbar: http://zeitschrift.tiroler-landesmuseen.at/

Seit 1825 existiert die Zeitschrift des Ferdinandeums und gilt als eine der ersten Zeitschriften Tirols. Die Bandbreite der Artikel reicht von naturwissenschaftlichen Abhandlungen über historische und kulturgeschichtliche Beiträge bis hin zu Beschreibungen von Kunstwerken. 2008 wurde die Vereinspublikation getrennt in den Jahresbericht des Vereins und dem Wissenschaftlichen Jahrbuch.

 

Die Geschichte des Vereins

Der Verein Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum wurde 1823 gegründet. Zweck war und ist „die Förderung und nachhaltige Entwicklung der Kunst, Kultur, Wissenschaft und Forschung“ in Tirol in seinen historischen Grenzen. Im Jahr 2007 übergab der Verein den Betrieb des Museums an eine neu gegründete Landesmuseen-Betriebsgesellschaft m.b.H. (TLM), die neben Ferdinandeum, Zeughaus und Feldstraße auch das Volkskunstmuseum, DAS TIROL PANORAMA mit Kaiserjägermuseum, die Hofkirche und das Tiroler Volksliedarchiv umfasst. Der Verein ist seitdem neben dem Land Tirol Gesellschafter und Besitzer der sieben Sammlungen des Ferdinandeum und des Museumsgebäudes.

Am 13. Mai 1823 fand die „provisorische konstituierende Generalversammlung“ des Vereins Tirolisches Nationalmuseum statt. Einer der Initiatoren war Erzherzog Johann und das Protektorat übernahm am 16. Juli Thronfolger Erzherzog Ferdinand und stimmte der Namensgebung „Ferdinandeum“ zu. Die Gründer (Karl Graf Chotek, Andreas von Dipauli, Abt Alois Röggl, Alois von Pfaundler, Anton von Lemmen) teilten die Sammeltätigkeit in vier Sektionen, Kunst, Naturwissenschaft, Geschichte samt industriellen Produkten und Altertumskunde, ein.

Die geschichtliche Sektion baute von Anfang an eine Bibliothek auf, die insbesonders durch die Schenkungen der kostbaren Tirolensiensammlung des Freiherrn von Dipauli zur heute weltweit bedeutendsten Tirolensienbibliothek heranreifte.

Bei der Gründung spielte die naturwissenschaftliche Sammlung eine große Rolle. Seit 1839 beginnt die Anlage eines Musterherbars, das in den folgenden Jahrzehnten zur wichtigsten botanischen Datengrundlage des Landes wurde. Heute genießt die naturwissenschaftliche Sammlung mit etwa 1,5 Millionen Einzelstücken, insbesondere die Sammlung der Alpenschmetterlinge, weltweites Ansehen.

War man ursprünglich in Gebäuden des Stiftes Wilten und der Universität untergebracht, entstand 1842 bis 1845 das Museumsgebäude nach Plänen des Architekten Anton Mutschlechner im Stil des Spätklassizismus. Damit konnten alle Sammlungsbestände ausgestellt werden. Es beginnen erste urgeschichtliche Ausgrabungen. Franz von Wieser war von 1887 bis 1919 Vorstand. In diese Zeit fielen reiche Schenkungen und eine rege Grabungstätigkeit, Wieser gilt als Vater der Urgeschichtsforschung in Tirol.

Die Kunstgeschichtlichen Sammlungen wuchsen 1839 durch das Geschenk von 25 gotischen Tafelbildern durch Leopold Bisdomini (Brixen). Ein großes Legat von Josef Tschager legte 1856 mit 112 Bildern den Grundstock für die Niederländersammlung des Ferdinandeums. Ludwig von Wieser übergab 1887 50 wertvolle Gemälde und der Innsbrucker Juwelier Bernhard Höfel vermachte dem Haus 1943 über 100 Gemälde und kunstgewerbliche Objekte.

Franz Waldner fasste im Jahr 1907 die Musikinstrumente der Sammlungen zu einem eigenen „Musikalien-Kabinett“ zusammen und bemühte sich intensiv und erfolgreich um weitere Legate.
Der Beginn des 20. Jahrhunderts war bis zum ersten Weltkrieg eine Blütezeit mit hohen Besucherzahlen.

 

Zur Geschichte des Ferdinandeums und der Erste Weltkrieg

Hastaba, Ellen: Das Ferdinandeum und der Erste Weltkrieg. Eine Spurensuche im hauseigenen Archiv, in: Wissenschaftliches Jahrbuch der Tiroler Landesmuseen 2015, Innsbruck StudienVerlag 2015, S. 19-29.

 

Die Zwischenkriegszeit wurde sehr schwierig, die Geldmittel versiegten, der zweite Weltkrieg brachte eine Zerstörung des Ferdinandeums. Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau, das Museum wurde vergrößert. 1969 begann der Umbau des Zeughauses von Maximilian I. als neuer Ausstellungsraum, der 1973 für die historischen Sammlungen zur Verfügung stand.

  

Von 2001 bis 2003 erfolgte der letzte große Umbau des Ferdinandeums. 2006 unterschrieb der Verein einen Gesellschaftsvertrag, durch den eine Tiroler Museen-Betriebsgesellschaft den Betrieb des Ferdinandeum und weiterer Museen übernahm. Land Tirol und der Verein fungieren als Gesellschafter, der Verein bleibt jedoch weiterhin der Besitzer der Sammlungen und Liegenschaften.

Der Verein hat in diesen knapp zweihundert Jahren großartige Sammlungen zusammengetra-gen, Ausstellungen gestaltet und die wissenschaftliche Forschung rund um die Sammlungen angeregt. Dieses Erbe ist Verpflichtung für die Zukunft.

 

Die Tyrolia-Gruppe (2010), die Balustrade des Eingangsportikus (2012) und der Innenhof samt Einfahrt (2014) wurden nachhaltig saniert. Gemeinsam mit dem BDA und der Landesbaudirektion wurde 2014 – betreut durch den Architekten J. Schmidt – der Arbeitsumfang für die Instandhaltung und Sanierung des Museumsgebäudes erhoben. Dies erfolgte durch eine Befahrung bzw. Inaugenscheinnahme der gesamten Ferdinandeumsfassade, die Experten aus dem Bereich der Steinrestaurierung, Spengler u. a. haben einen geschätzten Aufwand von € 720.000 als oberste Ausgabengrenze erhoben. In den kommenden Jahren werden diese notwendigen Arbeiten schrittweise und prioritär in Angriff zu nehmen sein. Der Innenhof unseres Museumsgebäudes musste aufgrund der permanenten Feuchtigkeit des Mauerwerks zu den Depots und eines massiven Wassereinbruchs im dritten Kellergeschoß im November 2014 generalsaniert werden. Die veranschlagten Kosten beliefen sich auf rd. € 65.000, die Endabrechnung erreichte insgesamt € 103.208,35, was auch die wesentlichen höheren Ausgaben für die Instandhaltung (siehe Budget) erklärt. Die letzte Teilzahlung zur Ausfinanzierung dieses Investitionsprojektes konnte daher Anfang 2015 geleistet werden.

 

2016 ging es also wieder „hoch hinaus“ – die Generalsanierung der Dachbalustrade und
Attika stand an. Auf Grundlage von Fachgesprächen mit dem Bundesdenkmalamt und
ausführenden Restaurierungsexperten wurden Offerte für diese Arbeiten eingeholt, die von der Fassadensanierung 2003 nicht umfasst waren. Im Zuge der Besichtigungen vor Ort hatte sich noch ergeben, dass Teilflächen der Fassadenbeschichtungen im 2. Obergeschoß überarbeitet werden müssten. Vorerst war geplant, dass die Sanierungsarbeiten ohne Einrüstung des Gebäudes durchgeführt werden sollen, die endgültige Entscheidung darüber wurde anlässlich der Ausführung einer sog. Musterachse an der Südseite des Ferdinandeums Anfang März/April d. J. getroffen. Der budgetierte Kostenrahmen bewegte sich zwischen € 185.000,- (ohne) und € 220.000,- (mit Einrüstung). Ein erfahrenes Team aus Bundesdenkmalamt, Landes Baudirektion Hochbauamt, planendem Architekten und der hauseigenen Gebäudeverwaltung begleitete die Arbeiten. Vor dem Sommer 2016 konnten die Arbeiten abgeschlossen werden.

 

Mitgliederversammlungen 

16. Juni 2016 Protokoll ...

18. Juni 2015 Protokoll ...

12. Juni 2014 Protokoll ...

06. Juni 2013 Protokoll ...

01. Juni 2012 Protokoll ... 

 

Vereinbarung

zwischen Verein & GmbH ...

 

Statuten

hier können Sie in die Statuten des Vereins einsehen ...